| Veranstaltung: | Landesjugendversammlung 2026 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Landesjugendleitung (dort beschlossen am: 01.04.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 07.04.2026, 08:32 |
A1: PKW-Fahrtkosten in der JDAV BaWü
Antragstext
Die LJV beschließt:
„PKW-Fahrtkosten wird die JDAV BaWü zukünftig nicht mehr grundsätzlich
erstatten. Mit einer Begründung sind aber Ausnahmen möglich.
Die JDAV BaWü verpflichtet sich dabei niemanden aufgrund von:
- Wohnort
- familiären, beruflichen oder ehrenamtlichen Verpflichtungen
- gesundheitlichen Einschränkungen
finanziell zu benachteiligen.
Gleichzeitig muss die JDAV BaWü sicherstellen, dass sie neben dem Klimaschutz
die Verfolgung anderer Ziele der JDAV nicht einschränkt."
Begründung
„Verantwortung für Natur, Umwelt und zukünftige Generationen“ übernehmen: Dieses Bildungsziel haben wir uns als JDAV im Jahr 2019 gesetzt. Gleichzeitig haben wir uns in einem Positionspapier zu Nachhaltigkeit im Sinne des Klimaschutzes verpflichtet. Seit 2020 gibt es in der JDAV BaWü einen eigenen Leitfaden zur klimabewussten Umsetzung von Schulungen. Als JDAV BaWü sind wir Teil der DAV-Klimastrategie und streben Klimaneutralität an, indem wir – in dieser Reihenfolge – vermeiden, reduzieren und kompensieren. Bei der letzten LJV 2025 haben wir eine Position zum Klimaaktivismus verabschiedet.
All das zeigt: die JDAV BaWü und Klimaschutz, das gehört zusammen.
Natürlich sind wir aber kein reiner Klimaschutzverein. Daneben stehen unsere anderen wichtigen Ziele:
- Vielfalt und Demokratie leben
- junge Menschen fachlich und pädagogisch ausbilden, um damit verantwortungsvollen Bergsport zu ermöglichen
- junge Menschen vernetzen
In der JDAV möchten wir verschiedene Ziele nicht gegeneinander ausspielen, sondern versuchen diese zu verbinden. Viele Menschen schätzen das. Dabei möchten wir Menschen mit verschiedenen Vorstellungen und Prioritäten zusammenbringen. Unsere Projekte, Positionen und Maßnahmen sollen immer alle Ziele im Auge behalten.
In der JDAV Bawü haben wir es bereits geschafft, unsere Emissionen zu reduzieren. Zur Klimaneutralität ist es aber noch ein weiter Weg. In der Klimabilanzierung von 2024 haben die An- und Abreisen einen großen Anteil am CO2-Ausstoß. Um Menschen zusammen-
und in die Berge zu bringen, brauchen wir natürlich Fortbewegungsmittel. Die Erfahrungen der Teamenden und die von anderen Ehrenamtlichen zeigen aber, dass Teilnehmende nicht immer klimafreundliche Fortbewegungsmittel nutzen, obwohl sie zur Verfügung stehen.
Das wollen wir so nicht unterstützen, sondern versuchen zu verändern. Wer zukünftig PKW-Fahrtkosten einreicht, muss das mit einer Multiple-Choice-Auswahl und 2-3 Sätzen begründen. Nur dann übernehmen wir die Fahrtkosten. Damit wollen wir erreichen, dass sich die Teilnehmenden bewusst mit klimafreundlicher Anreise auseinandersetzen und gleichzeitig niemand benachteiligt oder ausgeschlossen wird.
Zur LJV 2027 möchten wir die Maßnahme reevaluieren und gegebenenfalls anpassen: abhängig von den Rückmeldungen der Teamenden und Teilnehmenden, sowie der Emissionsbilanzierung und der abgerechneten Fahrten.
